Pop Art Galerie in Knielingen 2.0 - Kerstin Sokoll

(Interview am 21.05.2021)

Die meisten der Knielinger Bürger*innen werden sicherlich das ein oder andere Mal im Frühling dieses Jahres an den Fenstern der Ausstellungsfläche in Knielingen 2.0, Ecke Egon-Eiermann-Allee/Sudetenstraße vorbeigekommen sein. Hat man sich am Anfang noch gewundert, was die ganzen Bilder in den Räumlichkeiten für eine Bewandtnis haben, wurde schnell durch die Infos an den Fensterscheiben oder sogar in einem persönlichen Gespräch mit der Künstlerin selbst klar, dass hier eine coronafreundliche Art eines Kunstmuseums entstanden ist.

Wie kam es zu dieser Idee? Die Künstlerin, deren Werke es in der Pop Art Galerie zuerst zu bestaunen gab, heißt Kerstin Sokoll, ist für ihre Werke international bekannt und wohnhaft in unserem Stadtteil Knielingen. Es war ihre Idee, aus den leerstehenden Räumlichkeiten der Volkswohnung eine Galerie zu machen. Coronakonform mit offenen Fenstern und genügend Abstand sollte man sich von drinnen nach draußen (und andersherum) unterhalten können.

Nachfolgend können, wie schon im Der Knielinger Ausgabe April 2021 erwähnt, weitere Knielinger Künstler*innen die Gelegenheit nutzen, um ihre Werke dort auszustellen.

Die Idee kam Kerstin Sokoll, als sie auf dem Weg zu ihrem Büro, der Eventagentur Sokoll & Friends, Tag ein Tag aus an den leerstehenden Räumen vorbeikam. “Wieso darin nicht eine Galerie eröffnen und trotz Corona Menschen mit bunten Farben den Alltag erfreuen ”, so dachte sie sich wohl. Die Besitzer*innen der Immobilie waren von der Idee begeistert und so stellte Kerstin Sokoll von April bis Mai 2021 ihre Kunstwerke für die Knielinger Bevölkerung ,schön inszeniert mit Lichteffekten, in unserem Stadtteil aus.

Doch wer genau ist eigentlich Kerstin Sokoll?


Kerstin Sokoll – die Person

Kerstin Sokoll ist eine Knielinger Künstlerin, die sich zwar schon immer für Kunst und die Malerei interessierte, aber erst vor ein paar Jahren aktiv in die Malerei einstieg. Hauptberuflich leitet sie die erfolgreiche Eventagentur Sokoll & Friends. Ihre Leidenschaft für das Eventmanagement entdeckte sie schon früh in der Schulzeit, als Mitwirkende von Veranstaltungen wie z.B. Abizeitung, -scherz und -feier. Nachdem sie erst jahrelang in einer Baden-Badener Agentur viele Bälle, Dinnershows und TV-Veranstaltungen wie z.B. “Sportler des Jahres” organisiert hatte, machte sie sich 2003 mit einer eigenen Eventagentur selbstständig. Zur Malerei kam sie durch ein künstlerisches Angebot für Firmen, das sehr gut ankam und über Instagram weitere Anhänger fand. So traute sie sich schließlich an Großleinwände. Mittlerweile tobt sie sich farbenfroh in ihrem eigenen Atelier aus. “Eine wilde Geschichte”, wie sie selbst es formulierte. 

 

Kerstin Sokoll – die Eventmanagerin

Ihre Agentur findet man Im Husarenlager 12a. Sokoll & Friends bedeutet, der Kunde bucht eine Full Service Agentur. Den Großteil der Wünsche der Kunden liefert die Agentur selbst, so werden auch schnell mal Möbel aus Paletten gebaut, um die Kunden voll und ganz zufrieden zu stellen. Kein Wunsch soll unerfüllt bleiben und deswegen arbeitet SokollFriends Actionpaintingdie Agentur mit zahlreichen “Friends”, Subunternehmen und über 1000 Künstler*innen u.a. auch Sänger*innen zusammen. Die Agentur veranstaltet z.B. Firmenjubiläen, Tag der offenen Tür, Kick-Off Veranstaltungen oder Mitarbeiter*innen-Motivationsreisen. Zwar wird Sokoll & Friends hauptsächlich von Firmen gebucht, aber auch Privatpersonen können sie für eine Großhochzeit als Weddingplaner buchen. Motto ist “kein Wunsch soll unerfüllt bleiben”. Und so werden Plastiken hergestellt, die das Firmenlogo zeigen, Wurst, Käse oder Werkzeuge, je nachdem was das Unternehmen eben ausmacht. Kinderprogramme bringen ein Lächeln auf alle Gesichter, wenn z.B. bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe nicht einfach nur eine Hüpfburg aufgestellt wird, sondern diese in Form eines Busses ist – eben passend zum Unternehmen selbst. “Events, die berühren” ist das große Ziel von Kerstin Sokoll und ihren Mitarbeiter*innen und wenn man die Bilder der vergangenen Veranstaltungen sieht, hat man daran keine Zweifel. Der Wunsch, selbst an solch einem Event teilzunehmen kommt auf. EinSokoll ActionPainting besonderes Angebot ist das Action Painting, das Kerstin Sokoll, wie oben erwähnt schlussendlich auch zur Malerei brachte. Auf kleinen 20x20cm Leinwänden malt jede*r Mitarbeiter*in ein Bild. Diese Einzelteile werden dann zu einem großen Ganzen zusammengefügt. Auf Wunsch werden die Leinwände zu Beginn präpariert, so dass zum Schluss das Firmenlogo in weiß erscheint. Dieses riesige Gemälde kann dann in der Firmenlobby aufgehängt werden. . Damit dieses tolle Angebot auch in Corona-Zeit weiter gebucht werden kann und Firmen gerade im Home - Office ihren Mitarbeiter*innen etwas Abwechslung in den tristen Arbeitsalltag bringen können, gibt es eine “Power Painting Box” für zu Hause.  Jede*r Mitarbeiter*in bekommt eine Box mit Leinwand, Farben und Pinsel nach Hause geschickt und kann sich kreativ ausleben. Wenn dann alle wieder ins Büro kommen dürfen, findet sich ein Gruß aus den Home-Office-Tagen an der Wand, in Form eines großen Gemäldes, das alle Mitarbeiter*innen gemeinsam erschaffen haben. Wer sich über diese Mitarbeiter*innen-Motivation oder die Möglichkeiten eines Firmenfestes informieren möchte, kann in den Büros der Agentur im Husarenlager selbst vorbeikommen oder besucht die Homepage https://www.sokoll-friends.de/.

Nach diesem Input zu unserer im April neu gestarteten Serie “Knielinger Unternehmen”, möchte ich Ihnen noch die Künstlerin und ihre Kunst vorstellen.

 

Kerstin Sokoll- Sokoll Arts

Biennale VenedigNach einem actiongeladenen Maltag sitzt Kerstin Sokoll mit bunten Farbklecksen beim Frisör und bangt um ihre Haare. Bei unserem Treffen waren diese jedoch lang und braun, so dass ich annehme, die Frisörin hat alle Farbe herausbekommen. Eine Künstlerin, die ihre Gemälde mit vollem Körpereinsatz erschafft. Acrylmalerei auf Leinwänden, teilweise mehrere Schichten übereinander, gerne grelle Farben – Bilder, die Emotionen hervorrufen sollen und in die jeder gerne seine eigene Sicht hineininterpretieren darf. Inspiriert wird die Künstlerin im Alltag aus der Natur, dem Weltall oder direkt aus dem Leben. So wehte nach mühevoller Detailmalerei der Weltkarte ein Sandsturm aus beiger Acrylfarbe über das Bild. Inseln und Länder waren nur noch zu erahnen, wenn man es denn wusste, dass es sie gab. Für diese vielen Schichten ist Kerstin Sokoll mit Werkzeug aus dem Baumarkt ausgestattet, wie z.B. einer Kartätsche. Ihre Bilder sind international bekannt. Sie wurde in die australische Kunstpublikation Curatorial Volume 1, „Leaders in Contemporary Art“ aufgenommen und stellte ihre Gemälde in Bologna, Rom und bei einer Sondershow auf der Kunst Biennale in Venedig aus. Bei der "Primary Colors Art Exhibition" (Kalifornien) wurde sie für zwei ihrer Bilder mit einem Award in der Kategorie "Special Merit" sowie der Kategorie "Special Recognition" ausgezeichnet. 

Sokoll DrillingeDie Bilder kann man im Internet auf z.B. ihrer Homepage https://www.kerstin-sokoll.de/ erwerben, auf Instagram einen ersten Einblick gewinnen arts_by_sokoll oder persönlich in ihren Büroräumen der Eventagentur vorbeischauen. So kann man die Bilder live sehen und von ihnen “angesprungen werden”, wie es wohl meist passiert, wie die Künstlerin berichtete. Kerstin Sokoll hat an den Besuchen in ihren Büroräumen große Freude. Sie ist eine Künstlerin, für die es sehr spannend ist zu erleben, was die Betrachter*innen in ihren Bildern sehen. Wem zu viele Bilder zusagen oder wer sich noch unsicher ist, kann mit dem Bild erst einmal für zwei Wochen kostenfrei „probewohnen“ oder es für einen längeren Zeitraum für € 50 im Monat mieten. “Es ist noch kein Bild zurückgekommen”, so Kerstin Sokoll. Die Auswahl ist groß, so gibt es riesige Bilder, für die man einen großen Raum und große Wände benötigt, aber auch kleinere Bilder oder ganz kleine Bilder - für jeden Geldbeutel ist etwas dabei . Wer keinen Platz mehr an seinen heimatlichen Wänden hat, aber dennoch gerne Sokoll Arts zu Hause hätte kann Accessoires unter https://buntistbesser.com/ erwerben und sich mit Sokoll Malerei schmücken.

10 % aus dem Erlös ihrer Kunstwerke werden von Kerstin Sokoll für wohltätige Zwecke verwendet. In der aktuellen Pandemiezeit schnürt sie individuelle Corona-Care-Pakete - gefüllt mit dem Notwendigsten. So wurden 60 Frauen des “Tagestreffs für obdachlose Frauen” mit Unterstützung von Ikea ein “Corona Care Rucksack” geschenkt, in dem neben den wichtigen Hygieneartikeln wie Mundmasken und Handdesinfektion auch Thermobecher, Kosmetikartikel und eine individuelle Überraschung nach den Wünschen der Ladies (z.B. Hello Kitty Bettwäsche) verstaut war. Derzeit gibt es Überlegungen, wie man solch eine Unterstützung auch für Kinder und Jugendliche gestalten kann.

Die Pop Art Galerie in unserem Stadtteil war für Kerstin Sokoll ein voller Erfolg. Die Gespräche mit den Mitbürger*innen empfand sie als sehr spannend und ist dankbar für die Gelegenheit, den Knielingern so näher gekommen zu sein. Wir sind gespannt, was die ihr folgenden Künstler*innen für Erfahrungen machen und mit welcher Kunst wir noch den Alltag verschönert bekommen. Wenn auch Sie künstlerisch begabt sind und die Chance nutzen wollen, Ihre Werke den Knielingern zu zeigen, dann melden Sie sich bei der Volkswohnung Karlsruhe https://www.volkswohnung.com/startseite 

Text: Alisa Stork

Bilder: Kerstin Sokoll/Sokoll&Friends

 

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Mehr Aufmerksamkeit in der Spielstraße Litzelau

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Damit sollte "übersehen" der vergangenheit angehören. Hoffen wir im Sinne der Sicherheit und der Geräuschentwicklung darauf, das alle Autofahrer die Schilder und Hinweise auch richtig verstehen und umsetzen. 

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Foodsharing auch in Knielingen?

Foodsharing hat den BVK angesprochen, ob es nicht interessierte Knielinger*innengibt, die sich an der Idee beteiligen wollen. 

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Knielinger 110 online und auch bald im Briefkasten

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Unser freiwilligen Austräger werden, sobald sie es einrichten können, den Knielinger in die Briefkästen werfen. Habt also noch ein bisschen Geduld. 

Wer nicht länger warten will, kann sich den neuen Knielinger hier herunterladen:

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Kein Papiercontainer mehr an der Viktor-von-Scheffel-Schule

Ab sofort gibt es keinen Papiercontainer mehr auf dem Schulgelände. Die Gründe hierfür sind der gefallene Altpapierpreis und die veränderten Vertragsbedingungen. Pro Leerung müsste die Schule 20x mehr Gebühr bezahlen, als das gesammelte Altpapier erlöst. Das rechnet sich leider nicht.
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