• Rheinhochwasser Juli 2021
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S 5 - barrierefreie Haltestellen sind geplant

„Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH (VBK) plant den barrierefreien Ausbau der Haltestellen Starckstraße in Mühlburg und der Haltestellen Siemens, Eggensteiner Straße sowie Rheinbergstraße in Knielingen.

Das weit in die Region hinausführende „Karlsruher Modell“ mit der umsteigefreien Verknüpfung der innerstädtischen Straßenbahnstrecken mit der Eisenbahninfrastruktur erfolgt mit mittelflurigen Zweisystemfahrzeugen. Da die Mittelflurtechnik nur dann ihren vollen Nutzen ausspielen kann, wenn auch die Bahnsteige an die Einstiegshöhe von 55 cm angepasst sind, ist der Umbau der Haltestellen  eine zwingende Folge, um eine optimale behindertengerechte Gestaltung des schienengebundenen ÖPNV in Karlsruhe zu erreichen. Zusätzlich werden im innerstädtischen Karlsruher Straßenbahnnetz seit 1995 nur noch Niederflurfahrzeuge eingesetzt. Für Umleitungsverkehre und zusätzliche Fahrten wird auf dem Streckenabschnitt von der Haltestelle Starckstraße bis zur Wendeschleife an der Rheinbergstraße ergänzend zu den 55 cm hohen-Bahnsteigen ein für die Niederflur-Straßenbahnen geeigneter Bahnsteigabschnitt mit einer Einstiegshöhe von 34 cm vorgesehen.

Der Bedarf an einem barrierefreien Ausbau der Haltestellen in den Stadtteilen Mühlburg und Knielingen hat deutlich zugenommen. Davon profitieren nicht nur mobilitätsbehinderte Menschen, sondern alle Fahrgäste, insbesondere auch Eltern mit Kinderwagen, Gehbehinderte, ältere Menschen, Fahrgäste mit sperrigem Gepäck, krankheitsbedingt eingeschränkte Personen etc. Durch das „Eintreten statt Einsteigen“ wird ein schnellerer Fahrgastwechsel erreicht und somit auch die Wartezeit an der Haltestelle verkürzt.

Eine Haltestelle für Zugverbände, wie sie im Regelbetrieb auf dem Streckenabschnitt in der Rheinstraße und Rheinbrückenstraße vorgesehen ist, soll eine Länge von 78 m haben, wobei die Zugangsbereiche für die Fahrzeuglänge außerhalb der Türbereiche mit angerechnet werden können. Eine Bahnsteiglänge von rund 40 m einschl. der Zugangsbereiche ist für die zusätzliche Bedienung von reinen Straßenbahnen ausreichend. Der Bahnsteig soll eine nutzbare Breite von 2,50 m nicht unterschreiten und über eine durchgehende Höhe von 55  bzw. 34 cm ü. SO verfügen. Insbesondere im Bestandsnetz gibt es hier noch erheblichen Nachholbedarf.

Eine auf Nieder- oder Mittelflurfahrzeuge angepasste Bahnsteighöhe ist an keiner der vier Haltestellen vorhanden, obwohl mittlerweile auf allen dort verkehrenden Stadtbahnlinien artrein Mittelflurwagen eingesetzt werden. Deshalb ist der barrierefreie Umbau dieser Haltestellen hier besonders geboten - er führt sofort zu hohem Nutzen.

Alle Bahnsteige der vier Haltestellen werden nahezu in bestehender Lage barrierefrei ausgebaut. Die Barrierefreiheit beinhaltet im Wesentlichen mindestens einen stufenfreien, ebenerdigen Zugang zum Bahnsteig sowie einen stufenfreien, ebenerdigen Eintritt vom Bahnsteig in das Fahrzeug, DIN-konforme taktile Bodenindikatoren, Fahrgastinformation und höhengleiche Gleisquerungen / Bahnübergänge, die signaltechnisch gesichert werden. Die Haltestellen erhalten die im VBK-Netz übliche Ausstattung, wie z.B. Wartehallen mit Sitzgelegenheit, Beleuchtung, Beschilderung, dynamische Fahrgastinformation etc.

Neben dem barrierefreien Ausbau der vier Haltestellen soll während einer Gleissanierung vsl. im Jahr 2023 auch der Bahnsteig in Fahrtrichtung Wörth an der Haltestelle Herweghstraße barrierefrei ausgebaut. Die Durchführung des Haltestellenausbaus ist nur tagsüber vorgesehen, sodass hierfür keine lärmintensiven Nachtarbeiten notwendig sind. Temporäre Straßensperrungen und Umleitungsverkehre werden im Rahmen der Ausführungsplanung mit dem Ordnungsamt und der Polizei der Stadt Karlsruhe abgestimmt. Die Anwohner werden rechtzeitig vor Baubeginn erneut informiert.“

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