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Gegen das VergessenGeschichte: Steine erinnern an ermordete Juden (cal) Eine ungewohnte Wölbung unter dem Fuß lässt Passanten in der Herrenstraße 14 inne halten. Auf der Suche nach der Ursache blitzt es goldfarben entgegen: auf dem Boden liegen drei Stolpersteine. Die zehn Zentimeter langen Betonwürfel mit Messingplatte erinnern an den für die jüdische Synagoge verantwortlichen Kastellan Adolf Heimberger, seine Tochter Friederike sowie ihren Mann Albert, den gelernten Schneider und Vater des bekannten Zeitzeugen Paul Niedermann. Karlsruher jüdischen Glaubens, die in Vernichtungslagern der Nazis starben. Noch vor vier weiteren Wohnhäusern hat der Künstler Gunter Demnig in der Fächerstadt Stolpersteine in das Straßenpflaster eingebaut. "Um die Aufschrift auf den Steinen lesen zu können, muss man sich vor dem Oper verbeugen. Wenn man dann wieder aufschaut, blickt man auf dessen ehemalige Wohnung", erläutert Demnig.
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Der alte Knielinger Bahnhof Wer kann sich noch an den „Knielinger Bahnhof“ erinnern, wie er hier auf dem nachfolgenden Bild abgebildet ist? Ja, dass waren noch Zeiten. Der Bahnhof Knielingen stand bis vor dem 2. Weltkrieg an der heutigen Straßenbahnlinie, in der Nähe des Elsässer Platzes, wo sich heute die Gebäude der Firma Eisen König befinden.
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'Heilig Kreuz' und frühe DorfentwicklungDer Hauptaltar der Knielinger Kirche war dem „Hl. Kreuz“ gewidmet; man bezeichnet dies als „Hl. Kreuz-Patrozinium“. Im Jahr 1488 wird dies erstmals erwähnt. Die kirchengeschichtliche Forschung hat erkannt, dass über die Heiligen, denen Kirchen und Kapellen gewidmet sind, die Weihen der Kirche recht zuverlässig eingeordnet werden können. Hl.-Kreuz verweist uns in die früheste Phase der Kirchengründungen in unserer Gegend. Es ist dies die Zeit der Christianisierung.
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Die Rheinkaserne in KnielingenDas Gelände der Rheinkaserne in Knielingen war ursprünglich in drei Kasernen unterteilt, die ehemalige Rhein-, die Mutra- und die Pionierkaserne. Alle Gebäude entsprechen sehr genau der Heeresbaunorm von 1935, die minutiös Funktion und Form der Soldatenunterkünfte im Zeitalter des Nationalsozialismus regelt. Die drei Knielinger Kasernen wurden also, nach der Außerkraftsetzung der entmilitarisierten Zone, 1938/39 bzw.1942 gebaut. Hier war von Beginn an das Pionier-Bataillon 35 untergebracht, das 1937 als erstes Pionier-Bataillon in Karlsruhe stationiert wurde.
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Irrungen und Wirrungen um die Knielinger ZwangseingemeindungEine Knielinger Bürgerkommission forderte nach einem mehrheitlichem Votum einer stadtteilweiten Unterschriftenaktion 1950 die Ausgemeindung aus der Stadt Karlsruhe. Die eingeschriebenen Bürger im Knielinger Bürgerbuch fühlten sich durch die Zwangseingemeindung über den Tisch gezogen, da der Gesetzestext und die dazugehörigen Verordnungen erst 1946 bekannt wurden.
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